HOCHVERDIENTER SIEG IN SPIEL 3

Gestern Abend standen unsere EXA IceFighters bereits mit dem Rücken zur Wand. Würde man gewinnen, dann ginge die Saison weiter. Verliert man, dann ist sie vorbei. So ist das in den Playoffs. Selb führte bereits mit 2 – 0 in der „best of 5-Serie“ und hatte somit den ersten „Matchpuck“. In der ausverkauften kW-RENT EISARENA gewannen unsere EXA IceFighters mit 6 – 2 und meldeten sich damit eindrucksvoll in der Playoffserie zurück. Weiter geht’s gleich morgen in Selb.

Im ersten Drittel war unserer Mannschaft anzumerken, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Mit gutem Forechecking und geradlinigem Eishockey setzten wir die Selber Wölfe gut unter Druck. Trotzdem dauerte es bis zur Mitte des Abschnitts, bis die ersten großen Chancen herausgespielt wurden. Dann traf Hannes Albrecht zum ersten Mal. Das Tor wurde aber nicht anerkannt, weil er vorher im Torraumabseits war. Trotzdem war das ein Weckruf. In der 11. Minute traf Damian Schneider zum 1 – 0 und brachte damit das Zelt zum ersten Mal zum Beben. Kurz darauf trafen die Wölfe den Pfosten und schienen nun das Momentum auf ihre Seite zu ziehen. Unser Team wirkte in dieser Phase zu passiv. Folgerichtig gelang den Gästen auch der Ausgleich in der 17. Minute. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause.

In den ersten beiden Spielen trafen immer die Selber am Anfang des zweiten Drittels. Auch dieses Mal fiel gleich in der 22. Minute ein Tor. Aber diesmal für unsere EXA IceFighters. Hubert Berger traf aus der Drehung in den Winkel. Danach wurde es hektischer und intensiver. Allein zwischen der 22. Und der 35. Minute verteilte der Schiedsrichter 12 Strafen auf beiden Seiten. Das zerstörte den Spielfluss ein wenig. Aber die Emotionen waren da. Es wurde gekämpft und um jeden Zentimeter Eis gefightet. So soll Playoffeishockey sein. Hannes Albrecht hatte dann die Riesenchance, verpasste aber seinen Alleingang knapp. Dann wurde er ins Tor gestoßen, Florian Eichelkraut nahm die freiliegende Scheibe und traf zum 3 – 1. Dachten alle. Aber auch diesen Treffer gab der Unparteiische nicht. Weiter ging es hin und her. Überzahlmöglichkeiten blieben ungenutzt. Unterzahl wurde überstanden. Damian Schneider scheiterte dann mit einem Alleingang knapp. Selb machte wieder mehr Druck, aber bei Keke Roßberg war zumeist Endstation. In der 39. Minute fiel dann doch noch ein Treffer. Und wieder für unsere Mannschaft. Hannes Albrecht schloss eine schöne Kombination zum 3 – 1 Pausenstand ab.

Im letzten Abschnitt war die Frage, ob die Gäste nochmal zurückkommen würden und ob unsere Jungs dem Druck standhalten könnten. Es dauerte bis zur 52. Minute bis man beide Fragen beantworten konnte. Erst trafen die Gäste zum 2 – 3 Anschlusstreffer aus ihrer Sicht. Sie beantworteten die Frage also mit „ja“. Doch auch die IceFighters gaben die gleiche Antwort. Denn Hannes Albrecht schlug 30 Sekunden später nach einem kapitalen Fehler der Gäste erneut zu und machte das 4 – 2. Und es kam noch besser. Michal Velecky schloss in der 54. Minute einen Konter über Florian Eichelkraut und Antti Paavilainen zum 5 – 2 ab. Das Zelt stand Kopf. Am Ende versuchten die Wölfe nochmal alles. Sie nahmen bei Überzahl den Torhüter vom Eis. Aber erstens waren die Unterzahlspezialisten erneut stark und zweitens traf dann Jakob Weber ins leere Tor zum 6 – 2 Endstand in der 59. Minute. Der Rest war Freude pur bei den vielen Fans der EXA IceFighters.