KNAPPE NIEDERLAGE IN HERNE

Vor dem Spiel gestern Abend lief schon einiges schief für unsere EXA IceFighters. Durch den zähen Verkehr kam die Mannschaft ziemlich spät. Es blieb nicht viel Zeit um sich vorzubereiten. Und dann fehlten auch noch Trikots. Durch das ganze Umzugschaos blieb ein Teil in einem Karton in Leipzig. Gastgeber Herne half mit einem Satz Trikots aus. Somit konnte das Spiel auch ordentlich stattfinden und alle Zuschauer dürften froh gewesen sein. Am Ende eines aufregenden Spiels, in dem alles geboten wurde, was Eishockey ausmacht, gewann der Herner EV knapp mit 3-2.

Dabei sah es sehr lange sehr gut aus für unsere Jungs. Defensiv gut organisiert, lautstark und immer wieder über Konter gefährlich – so könnte man das Spiel der IceFighters zusammenfassen. Die ersten Chancen hatte Herne. Aber Eric Hoffmann hielt seinen Kasten sauber. Gleich das erste Powerplay konnte unser Team nutzen. In der 5. Spielminute traf Michal Velecky nach schöner Vorarbeit von Damian Schneider zum 1- 0. So ging es auch in die Pause.

Herne kam im zweiten Abschnitt druckvoll aus der Kabine. In der 24. Minute gelang ihnen der verdiente aber in der Entstehung glückliche Ausgleich. Danach konnte man meinen, die Gastgeber würden das Spiel komplett drehen. Aber es waren unsere Spieler, die immer wieder alleine vor dem gegnerischen Tor auftauchten. Marvin Miethke, Antti Paavilainen, Kenneth Hirsch oder auch Damian Schneider hätten die erneute Führung erzielen und dann noch ausbauen können. Aber sie scheiterten allesamt. So blieb es beim Unentschieden, weil auch auf der anderen Seite die Gastgeber am starken Hoffmann oder an sich selbst scheiterten.

Im dritten Drittel ging es nochmals rauf und runter. Beide Mannschaften wollten die Entscheidung. Und lange sah es so aus, als würde die zugunsten unserer IceFighters fallen. Antti Paavilainen hatte unser Team in der 49. Minute erneut in Führung gebracht. Aber leider hielt die dann nicht lange genug. Gleich in der 51. Minute glichen die Hausherren wieder aus. Noch in der gleichen Minute, dann die wohl entscheidende Szene des Spiels. Leon Lilik erhielt für einen Check gegen Kopf und Nacken eine Matchstrafe. Die folgende Prügelei sorgte dafür, dass am Anfang der 5 minütigen Strafe noch 4 – 4 gespielt wurde. Als dann Herne Überzahl spielen durfte, gelang der erste Führungstreffer. Wir rannten noch weiter an und versuchten alles – aber ein Tor wollte nicht mehr gelingen. „Herne war spielbestimmend. Sie hatten mehr Puckbesitz und auch ein paar mehr Torschüsse. Im zweiten Abschnitt hatten wir aber die klareren Chancen. Mit all den Unwägbarkeiten der letzten Woche bleibt mir nur eins zu sagen: Ich bin stolz auf mein Team! Dieser Auftritt macht Bock auf mehr“, meinte Gerike nach dem Abpfiff.