DIE KUH IST VOM EIS…

„Endlich! Ich freue mich für meine Mannschaft“, so begann Sven Gerike die Pressekonferenz nach dem Spiel gestern Abend in Duisburg. Der Stein, der dem Coach vom Herzen gefallen sein dürfte, muss ziemlich groß gewesen sein. „Die Jungs hatten wirklich eine schwere Zeit in der Vorbereitung. Erst seit Samstag haben sie eine Kabine und am Sonntag wurde ja bekanntermaßen endlich unser neues Zuhause eingeweiht. Leider nicht mit dem gewünschten Erfolg. Von daher waren die drei Punkte unheimlich wichtig für die Moral der Spieler“, sagte er weiter. Gegen die Füchse aus Duisburg klappte das gestern Abend zum ersten Mal in dieser Saison.

Im ersten Drittel sahen die Zuschauer zwei Mannschaften, die offensichtlich versuchten ihre eigene Zone gut zu verteidigen. Offensivspektakel war das nicht. Aber umso schöner und vor allem wichtig war der erste Treffer. Antti Paavilainen traf in Überzahl in der 5. Minute. Das gab dem Team Aufwind. Duisburg wirkte dagegen angeschlagen und fand kaum Lücken in der gut sortierten Leipziger Defensive, vor einem sehr gut aufgelegten Eric Hoffmann im Tor. Beim Ausgleich der Duisburger in der 17. Minute war er allerdings chancenlos. Mit 1 – 1 ging es in die Pause.

Das zweite Drittel sah ähnlich aus wie das erste. Man konnte den Gastgebern nicht vorwerfen, dass sie es nicht versuchen würden. Aber sie fanden kein Mittel in der Offensive. Unsere EXA IceFighters dagegen hatten immer wieder Chancen. Eine davon nutzte Hubert Berger nach schöner Einzelleistung in der 28. Minute zur erneuten Führung. Noch besser wurde es dann in der 35. Minute. Florian Eichelkraut hob die Scheibe aus kürzester Distanz in den Winkel. Der 3 – 1 Treffer ließ die Stimmung im Fuchsbau gefrieren. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Pause, weil Hoffmann einmal glänzend rettete und einmal mit Fortuna im Bunde stand, als das Duisburger Publikum schon den Torschrei auf den Lippen hatte.

Im letzten Drittel sah man eine konzentrierte Abwehrleistung unserer Mannschaft. „Wir wollten nichts mehr riskieren und den Sieg mit nach Hause nehmen“, verriet Gerike. Das machte seine Mannschaft ordentlich und schaffte es zudem auch immer wieder, selbst noch Chancen zu kreieren. Der Ex-Leipziger Basti Staudt hatte aber etwas dagegen und so blieb es bis zum Ende des Spiels spannend. Als dann Kenneth Hirsch in der 56. Minute noch eine Strafe bekam, hätte es nochmal richtig eng werden können. Aber die Unterzahlspezialisten machten ihren Job sehr gut. „Checks zu Ende fahren, Schüsse blocken, fighten bis zum Ende – diese Tugenden waren heute einmal mehr vorhanden und ausschlaggebend für den verdienten Sieg. Damit ist der erste Dreier der Saison perfekt. Endlich ist diese Kuh vom Eis“, freute sich Coach Gerike nach dem Spiel.